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Luftseilbahn Dallenwil–Niederrickenbach Betriebsleitung Talstation 6383 Dallenwil Fon 041 628 17 35 info(at)maria-rickenbach.ch
Fahrzeiten und Infos | Technische Daten | Geschichte Fahrzeiten und Infos
Fahrplan: 07.00–12.00 | 13.00–19.00 | jede volle und halbe Stunde
Fahrzeit: 6.5 Minuten
Fassvermögen: 2 Kabinen (Pendelbahn) à 30 Personen, Rollstuhlgängig
Revisionen: im November und im April. Während der Frühjahresrevision 2009 vom 14. April bis 1. Mai, ist jeweils am Samstag und Sonntag Normalbetrieb und auch das Hotel Pilgerhaus ist offen.
Fahrpreise: -Erwachsene: Fr. 10.- (einfach) / Fr.20.- (retour) -Kinder: halber Preis -Gruppenpreise ab 10 Personen -Halbtaxabo, Juniorenkarte und REKA-Checks akzeptiert -Einwohner von Oberdorf 20% Ermässigung -Einwohner von Nidwalden 10% Ermässigung
Die Luftseilbahn Dallenwil–Niederrickenbach (LDN) erschliesst das Bergdorf Niederrickenbach vom Engelbergertal her. Die Talstation liegt an der Strasse nach Engelberg, kurz nach der Einfahrt Dallenwil links und verfügt über genügend Parkplätze. Bahnreisende benützen die Haltestelle Niederrickenbach Station (Halt auf Verlangen), 2 Min. von der Talstation entfernt.
Das LDN-Team Top
Technische Daten
Allgemein Kabinen: 30 Personen Fahrbahnlänge: 2362 m Höhe Talstation: 507 m.ü.M. Höche Bergstation: 1158 m.ü.M.
Tragseile Seildurchmesser: 40mm Max Bruchkraft 1650 kN Max. Seilzug: 490 kN Spanngewicht unten: 490 kN
Zugseile Seildurchmesser: 22 mm Max Bruchkraft 318 kN Max. Seilzug: 65 kN Spanngewicht oben 4fach: 260 kN
Antrieb Hauptantrieb: Frequenzumformer Leistung: 200 kW
Fahrzeug Gangloff Cabins AG, Bern Fassungsvermögen: 30 Personen Gewicht leeres Fahrzeug: 2300 kg Nutzlast: 30 x 80 kg = 2400 kg Total Wanderlast: 4700 kg
Stützen 2 Fachwerkstützen: 1.32 m Höhe / 2.40 m Höhe
Betrieb maximale Fahrgeschwindigkeit: 8 m/s Fahrzeit (inkl. Einfahrstrecke): 6.5 min Förderleistung: 235 Pers/h Top
Geschichte Die Luftseilbahn nach Niederrickenbach Schon kurz nach der Jahrhundertwende standen für Niederrickenbach der Bau einer Seilanlage oder einer Strasse zur Diskussion. 1911 Bau der ersten Seilanlage für den Gütertransport. Der Bau dieser Bahn kostete Fr. 7000.-- und verkehrte nur einspurig. Diese Windenbahn wurde von einem alten Schiffsmotor (Benzin) betrieben. Eine einzelne Fahrt dauerte 20 Minuten, und es konnten höchstens 50kg Last befördert werden. Oft gab es Ärger, denn das Zugseil schleifte am Boden und verhängte sich zeitweise, so dass gelegentlich Güter zerbrachen, Milchkannen ausgeleert wurden und Teile von Lasten vollständig verloren gingen. Das Tragseil bestand aus 12mm Stahldraht, der auf der ganzen Länge zusammengelötet wurde. Für den Transport und den Einzug dieses Tragseiles benötigte es 45 Mann als Träger. Erbauer dieser Bahn, und der folgenden Um- und Neubauten bis zum Jahr 1965 war Remigi Niederberger von Dallenwil. Die erste Fahrt war am 24. Juni 1911. 1918 Ersatz der Tragseile. Umbau auf eine zweispurige Pendelbahn mit 200kg Nutzlast.
1921 Ersatz der Tragseile, Litzenkonstruktion 18 mm. Über 60 Mann trugen die Seile zur Bergstation. Von diesem Zeitpunkt an vertraute auch die Post ihre Briefe und Pakete dem neuen Verkehrsmittel an. Umrüstung der Antriebsmaschine auf Elektro-Motor. 1923 ca. ab diesem Jahr wurden erstmals Personen transportiert. Nutzlast waren 2 Personen oder 200 kg Güter. Vorher wurde der beschwerliche Aufstieg aus dem Engelbergertal zu Fuss bewältigt. Nur wer über das nötige Geld verfügte, konnte sich eine Sänfte oder ein Reittier leisten. Alte Rickenbacher wussten noch zu berichten, dass bis ins Jahr 1932 noch "gesesselt" wurde. Zwei starke Männer trugen auf einem hölzernen Tragstuhl "bessere" Leute hinauf bis vor das Pilgerhaus. Trägerlohn pro Mann betrug Fr. 4.-.
1929 Einbau der Stütze "Chollertobel" Höhe 35 m. 1933 Erneuerung der Bahn auf Nutzlast 4 Personen oder 400 kg. Ersatz der Tragseile durch vollverschlossene Konstruktion 21 mm. Zugseil Litzenkonstruktion 12 mm. Neue Antriebsmaschine mit Elektromotor und mit Hilfsantrieb (Explosionsmotor). Neue Fahrzeuge mit je zwei zweirolligen Laufwerken. Noch heute erzählen viele Leute von der luftigen Fahrt mit dem Segeltuch bespannten Bähnli. Doch auch schon bei geringem Andrang, wie bei Wallfahrten oder schönen Sonntagen, musste mit langen Wartezeiten gerechnet werden.
1964 In diesem Jahr wurde eine neue und für die damalige Zeit moderne Seilbahn parallel zur alten Bahn erstellt. Fassungsvermögen 25 Personen. Gleichzeitig erbaute man auf den Haldigrat eine neue zweier Sesselbahn.
1981 Einbau einer neuen elektrischen Steuerung und der Sicherheitsanlage (FUA, Fern-Überwachungs-Anlage).
1989 Erneuerung der Seilbahn. Neue Kabinen für 25 Personen, neuer Hänger, Antriebsmotoren und Getriebe. Einbau von einem leistungsfähigen, hydrostatischen Notantrieb. Bei den Stationseinfahrten wurden neue Einfahrtssättel montiert. Weil der oberste Streckenabschnitt am Boden sehr schwer begehbar ist, und damit ein Abseilen der Passagiere im Störungsfall, insbesondere im Winter nicht sinnvoll wäre, wurde für diesen Streckenabschnitt eine komplett neue, netzunabhängig angetriebene Bergungsbahn installiert.
1992 Montage eines Lichtwellenleiter-Kabels an das bestehende Telefonseil für eine Video-Ueberwachung und Gegensprech-Anlage. Dadurch konnte in der Bergstation Personal eingespart werden.
2001 Ersatz von Tragseil A, 40 mm.
2005 Geplant ist der Einbau einer neuen elektrischen Steuerung und der Sicherheits-Anlage.
2007 Startschuss zum Projekt Bahn 08 am 15. Mai 2007: Totalsanierung der Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach und Erneuerung und Erweiterung der Talstation.
2008 Feierliche Inbetriebnahme der rundum erneuerten Luftseilbahn am 10. Mai 2008. Erneuerung der Betriebsbewilligung und Konzession bis 31. Dezember 2008. Archivseite Bahn 08
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